4 Lehren aus der Coronakrise

1. Wir sollten global aufeinander achtgeben

Der viel beschriebene „Schmetterlingseffekt“ ist plötzlich für alle Menschen greifbar. Er gilt für alle sozialen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten, auch wenn dieses Mal kein zarter Falter, sondern eine kranke Fledermaus dahinter stecken sollte. Alles ist miteinander verbunden, sonst würde ein gesellschaftliches Leben nicht so schlagartig erlahmen wie gerade erlebt. Interessant ist auch, dass insbesondere Führungskräfte mit vielen sozialen Kontakten, Jet-Set und Weltenbummler ihre Anfälligkeit als erste schmerzlich zu spüren bekommen.

Deshalb sollten wir weltweit künftig global noch mehr als vorher auf einander achtgeben. Das gilt besonders für die politische und wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie die Transparenz bei medizinischen Problemen. Die WHO kann sich jedenfalls nach Abklingen der aktuellen Querelen langfristig auf die nächsten Budgetverhandlungen auf UNO-Ebene freuen.

 

2. Wir sollten unserem Staat mehr Ansehen und mehr Mittel geben

Erst ging es nur um die übliche Erwartungshaltung an die Rhetorik der Regierenden, das Problem in den Griff zu bekommen. Dann kam das Staunen – und mancherorts auch das Entsetzen, als der Staat plötzlich radikal handelte. Offenkundig wurde: Er kann und muss sich offenbar in Krisenzeiten direkt in das Leben der Menschen einmischen und deren Rechte auf freie Bewegung oder Konsum drastisch begrenzen. Auch die Trennung zwischen „systemrelevanten“ und den anderen Personengruppen und Berufen ist beispiellos. Nur erstere hatten zum Beispiel das Recht auf eine Not-Kinderbetreuung – etwa um Straßen abzusperren oder Kranke zu versorgen.

Deshalb wird es eine positive Neudefinition der Aufgaben von Behörden und deren finanzielle sowie rechtliche Ausstattung geben. Wir sollten dem Staat mehr Ansehen und Mittel geben. Steuererhöhungen werden folgen. Solange dies zu keiner Abschottung, sondern zur gemeinsamen Schaffung ausreichender Notversorgung in allen Ländern führt, ist es höchst begrüßenswert.

 

3. Wir sollten die Digitalisierung rasch und sinnvoll voranbringen

Generell ist die Nutzung digitaler Technik in einem feindlich gewordenen natürlichen Umfeld das letzte offene „Fenster zur Welt“ und verhindert das Gefühl völliger Machtlosigkeit und Isolation. Das haben auch Staat und Wirtschaft verstanden. Die Idee, sogar Grundschulunterricht ins Internet zu verlagern, ist plötzlich keine Zukunftsmusik mehr, sondern bittere Notwendigkeit. Überhaupt wird für Millionen von Beamten, Angestellten und Managern klar, wie überlebenswichtig Teamwork-Tools sein können, um ökonomische Abläufe auch in Krisen aufrechtzuerhalten. Dass Home-Office sogar für Führungskräfte machbar ist – und nicht nur wie hämisch angemerkt für unbelehrbare Familienmenschen – wirkt erhellend. Dazu gesellt sich die offenkundige Notwendigkeit für nahezu alle Branchen, für das nächste Mal mit automatisierten Lieferketten ausgerüstet sein zu müssen. Der Faktor (kranker) Mensch ist einfach zu unsicher geworden.

Ist das schlecht? Für manche bestimmt – zunächst. Denn es hatte sich bereits vorher die Einsicht durchgesetzt, dass Jobs, die eine Maschine auch oder sogar besser kann, Raum für die Schaffung anderer geben sollten. Eine Immunisierung wirtschaftlicher Produktionsabläufe gegen natürliche Schocks nützt den Menschen generell, denn sie stellt die allgemeine Versorgung und den Erhalt von Werten auch bei viralen Naturkatastrophen sicher. Mehr Technik in der Medizin schützt zudem Ärzte und Pflegepersonal. Der Faktor Mensch kann dann endlich das werden, was er sein sollte: Etwas Unersetzliches.

4. Wir sollten uns mehr auf das Menschliche in uns konzentrieren

Die Krise ist generell ein Stresstest für alle menschlichen Projekte. Belegschaften, Teams, Ehen und Beziehungen werden aus ihren Abläufen gerissen. Etwa wenn es darum geht, in Quarantäne wochenlang ohne Pause in der gleichen Wohnung auszuharren. Oder die Versorgung seiner gebrechlichen oder kranken Eltern sicherzustellen. Es gibt unheimlich viel zu tun, gerade wenn uns die Arbeit und die Freizeitaktivitäten zugleich genommen werden. Wir sollten uns kurz gesagt mehr auf das Menschliche in uns konzentrieren.

Unterm Strich: Bei allen diesen Entwicklungen ist kluge Kommunikation essentiell. Etwas, wofür WEPUBLICA reichlich Erfahrung, langfristige Strategien und flexible Fortbildungsangebote bereithält. Lassen Sie uns nach Corona gemeinsam eine bessere Welt schaffen.

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